Unternehmenssteuern

Definition und Erklärung im KMU Ratgeber Schweiz

 

Alle Unternehmen, die ihren Sitz oder ihre Verwaltung in der Schweiz haben, sind steuerpflichtig. Das gilt auch für juristische Personen wie zum Beispiel Kapitalgesellschaften, Vereine, Genossenschaften und ähnliche Unternehmen. Ihre Gewinnsteuer wird in der Regel auf Bundesebene entrichtet, während die Kantone und Gemeinden eine Gewinn- und Kapitalsteuer erhalten.

 

Dem Bund stehen Steuern auf Einkommen zu. Ausserdem bekommt er direkte Steuern von natürlichen Personen und auf Gewinne juristischer Personen. Des Weiteren bekommt der Bund die eidgenössische Verrechnungssteuer, eidgenössische Spielbankabgaben und Wehrpflichtersatzabgaben. Verbrauchsteuern sind von Unternehmen nicht zu zahlen.

 

Im europäischen Vergleich fallen die Steuern für Unternehmen sehr niedrig aus. Die Bundessteuer auf den Gewinn beträgt einheitlich 8,5 %. Dazu kommen kantonale Steuersätze, die je nach Standort variieren können. Die Kantone können die Steuern nach der Höhe des Kapitals oder des Gewinns berechnen. Derzeit betragen die kantonale Gewinnsteuer zwischen 5,9 % und 16 %. Bei der kantonalen Kapitalsteuer bewegen sich die Steuersätze zwischen 0,05 % und 0,3 %. Zuzüglich der 8,5 % Bundessteuer haben Unternehmen eine Gesamtsteuerbelastung von 14,5 % bis 25 %.

 

Daneben gibt es für zahlreiche Unternehmen noch die Möglichkeit, ihre Steuern zu optimieren und die Steuerbelastung damit auf bis zu weniger als 10 % zu reduzieren. Die Unternehmen können sich von den Steuerbehörden einen verbindlichen Vorentscheid ausstellen lassen. Die mögliche Steuerbefreiung richtet sich vor allem nach dem Standort des Unternehmens und der Art der Tätigkeit.