Schweiz bleibt im China / USA Konflikt neutral

Es ist unbestritten, dass derzeitig ein starker Konflikt zwischen der USA und China ist. Die Schweiz steht dabei zwischen den Stühlen. Eine Schweizer Tradition dabei ist es, sich durchzuwursteln. Kaum ein europäisches Land hat so derartig gute wirtschaftliche Beziehungen zu China. Die Schweiz lebt ein Stück weit von dieser Beziehung zu China, doch auch die Schweizer Unternehmen werden von dem Konflikt in Mitleidenschaft gezogen. Laut Ansicht von Nicola Imfeld, ihres Zeichens Wirtschaftsredakteurin, ist die Schweizer Taktik des durchwurstelns dabei genau richtig.

Gute Beziehungen aus einer langen Tradition heraus

Die guten Beziehungen zwischen der Schweiz und China sind nicht neu. Bereits im Jahr 1950 gehörte die Schweiz zu den Pionierländern, welche China als Volksrepublik offiziell politisch anerkannten. Im Jahr 2014 folgte aus dieser Beziehung heraus ein Freihandelsabkommen, welches ausser der Schweiz nur noch Island mit China hat.

Mehr als 1.000 Unternehmen aus der Schweiz sind aktuell in der Volksrepublik China tätig. Problematisch ist aktuell nur, dass diese Unternehmen den politischen Druck auch zu spüren bekommen. Der Druck geht dabei von Xi Jinping sowie der kommunistischen Partei in China aus, die eine Unterwerfung fordern.

Aus Angst vor den Konsequenzen wird diese Thematik jedoch nicht offen angesprochen. Vielmehr wird weiterhin auf die Taktik des durchwurstelns gesetzt, da diese Taktik in der Vergangenheit die grössten Erfolge mit sich gebracht hat. Politisch betrachtet versteht sich die Schweiz als Brückenbauerin, was auch von anderen Ländern so gesehen wird.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich die Schweiz in Menschenrechtsfragen gegenüber China nicht einbringt. Die Haltung ist jedoch eher diskret, ganz so wie China es bevorzugt. China selbst steht auf dem Standpunkt, dass die nahe Zukunft eine Entscheidung der jeweiligen Länder dieser Erde mit sich bringt.

China oder die Vereinigten Staaten, so wird Wahl lauten. Politisch betrachtet bedeutet diese Wahl eine Entscheidung zwischen dem liberalen und dem autoritären Kapitalismus. Es bleibt die Frage, wie sich die Schweiz dann positionieren wird. Experten sehen dabei den liberalen Kapitalismus weit vorne, auch wenn dies für die Schweiz wirtschaftliche Einbussen bedeuten würde.

 

 

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