Tieferes Wirtschaftswachstum für das Jahr 2023 prognostiziert

Die Post-Covid-Phase, also die Phase unmittelbar nach der Corona-Pandemie, hat sich in einigen Bereichen der Schweizer Wirtschaft durchaus positiv dargestellt. Problematisch an diesem Umstand ist allerdings die Tatsache, dass exakte Prognosen aktuell aufgrund der Inflationsrate in Europa nur schwer durchführbar sind. Für die Schweiz wird im Jahr 2023 ein eher schwaches Wirtschaftswachstum erwartet.

 

Die aktuellen Ausblicke ergeben sich aus Zahlen, welche von Economiesuisse veröffentlich wurden. Hierbei handelt es sich zwar lediglich um Schätzungen, allerdings geben diese Schätzungen für gewöhnlich einen sehr guten Ausblick darauf, was zu erwarten ist. Eben jener Wirtschafts-Dachverband zeigt sich für die Schweiz für das Jahr 2023 nur sehr bedingt optimistisch.

 

Es wird aktuell ein Wirtschaftswachstum in Höhe von rund 0,6 Prozent erwartet, sodass von einem eher schwachen Wirtschaftswachstum gesprochen wird. Diese Prognose ist zwar durchaus eine gute Nachricht, da auf diese Weise die extrem befürchtete Rezession vermieden wird, allerdings bleibt das Wachstum unter den Erwartungen von Beginn des Jahres 2022.

 

Die schlechte Nachricht lautet, dass laut Schätzungen des Dachverbandes für Unternehmen auch in dem Jahr 2023 wirtschaftlich hohe Risiken verbleiben. Als Gründe für diese Risiken werden unter anderem der permanente Mangel an Fachkräften sowie auch die anhaltend hohen Preise im Energiesegment ins Feld geführt.

 

Diese Faktoren sorgen für wirtschaftliche Spannungen. Gleichermassen verhält es sich auch mit den noch immer gestörten Lieferketten, welche ihre Ursachen in der aktuell angespannten Situation in der Ukraine haben. Wie es hier weitergeht lässt sich aus der aktuellen Situation heraus noch nicht genau abschätzen.

 

Die Stütze der Wirtschaft wird laut Prognose von Economiesuisse auch in dem Jahr 2023 das Verhalten der Schweizer Konsumenten gelten. Der Privatkonsum zeigt sich aktuell ungebrochen, sodass die Rezession allein durch die Privatkonsumenten der Schweiz noch abwenden lässt. Ob dies allerdings so bleibt kann an dieser Stelle nur gemutmasst werden.

 

Optimistisch zeigt sich der Dachverband im Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitslosenquote in der Schweiz. Diese wird wohl auch in dem Jahr 2023 sehr tief bleiben, was auch ein Grund für die ungebrochene Kauflust der privaten Konsumenten darstellt. Dem muss allerdings der Umstand entgegengestellt werden, dass Economiesuisse ansteigende Preise für das Wohnen befürchtet. Dies könnte sich durchaus auf den Privatkonsum auswirken.

 

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