Verdienst von Nestlé geringer als erwartet

Im ersten Halbjahr des Jahres 2016 entsprach das Wachstum des Nahrungsmittelkonzerns mit 3,5 % nicht den eigenen ausgegebenen Erwartungen.
 
In der Zeitspanne Januar bis einschließlich Juli hat Nestlé ein rein organisches Wachstum in Höhe von 3,5 % erzielen können. Der daraus resultierende Nettogewinn in Höhe von rund 4,1 Milliarden Franken war um knapp 0,4 Milliarden Franken geringer als im Jahr zuvor.
 

Unter den Erwartungen

Führende Analysten hätten ein Unternehmenswachstum im Bereich von 3,8 % erwartet, so dass das zweite Quartal insgesamt schwächer war. In den ersten drei Monaten hatte das Unternehmen ein organisches Wachstum in Höhe von 3,9 % veröffentlicht, der Rückgang war letztlich auf die einmaligen Steueranpassungen zurückzuführen. Mit einem Gesamtumsatz von 43,2 Milliarden Franken wirkten sich die 2 % der Wechselkurse jedoch im Hinblick auf die Umsätze des Unternehmens aus.
 
Insgesamt gesehen setzt sich das Wachstum aus zwei Werten zusammen. 2,8 % sind hierbei Realwachstum und die restlichen 0,7 % bestehen aus Preisanpassungen. Insgesamt gesehen wird erwartet, dass gerade die Preiskomponente im zweiten Halbjahr anwächst. Die 0,7 % Preisanpassungen waren ein historischer Tiefstand, was das Unternehmen mit dem allgemeinen deflationären Umfeld sowie der damit verbundenen äußerst niedrigen Rohstoffpreise begründete.
 
Den mit 4,7 % stärksten Wachstum verzeichnete Nestlé in Südamerika. Der Umsatz beträgt dort jedoch, bedingt durch die Währungswechselkurse, lediglich 12,1 Milliarden Franken. Sowohl in Europa als auch im Nahen Osten konnte Nestlé um 2,6 % zulegen, was einen Umsatz in Höhe von 8,1 Milliarden Franken mit sich brachte. In Asien sowie Ozeanien und Afrika betrug das Wachstum 2,3 % und 7,1 Milliarden Franken.

 

19.08.2016